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Die 10 besten Bücher
empfohlen von BÜCHER
1. Colum McCann:
Die große Welt
Rowohlt, 544 Seiten, 19,90 Euro, übersetzt von Dirk van Gunsteren
Am 7. August 1974 balanciert ein Seiltänzer zwischen den noch leeren Zwillingstürmen von New York, als plötzlich ein Passagierflugzeug über ihm fliegt. In diesem Bild berühren sich der Anfang und das schreckliche Ende am 11. September 2001. McCann erzählt in diesem Roman großartig verwobene Geschichten über den „Melting Pot“ New York, über erste Hacker und Liebe in Zeiten des Krieges.
2. Konrad Hansen:
Die Kinder der Meerfrau
Hoffmann und Campe, 610 Minuten, 24,99 Euro, gelesen von Stephan Benson
Momme und Ties Gregersen sind als Brüder so ungleich wie unzertrennlich. Eines Tages schenkt ihnen die See eine Frau, Lena. Was folgt, ist eine stürmische Dreiecksbeziehung. Vor dem Hintergrund des 18. Jahrhunderts portraitiert Hansen eine ungewöhnliche Familie, deren Mitglieder für ihre Träume kämpfen müssen. Spannend erzählt von Stephan Benson, der den Ton der Geschichte punktgenau trifft.
3. Audrey Niffenegger:
Die Zwillinge von Highgate
S. Fischer, 432 Seiten, 19,95 Euro, übersetzt von Brigitte Jakobeit
Als seine große Liebe Elspeth stirbt, findet Robert nur schwer ins Leben zurück – glaubt er doch, ihr Geist versuche, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Das Gefühlschaos ist perfekt, als Elspeths eineiige Nichten auftauchen, die wie eine jüngere Version der Verstorbenen aussehen. Eine Geschichte über die Sehnsucht nach unbedingter Seelenverwandtschaft und eine wunderbare Hommage an den berühmten Londoner Highgate Friedhof.
4. Manfred Lütz:
Irre!
Gütersloher Verlagshaus, 185 Seiten, 17,95 Euro
Mit viel Wortwitz nähert sich der Psychotherapeut und Theologe Manfred Lütz in seinem neuen Buch den wichtigsten psychiatrischen Krankheiten – von A wie Alkoholabhängigkeit bis Z wie Zwangserkrankung. Anschaulich gemacht werden seine Darstellungen mit Episoden aus der Praxis und Vergleichen aus Geschichte und Gegenwart. Am Ende sind die Grenzen zwischen Normalität und Wahn auf wohltuende Weise fast gänzlich verschwunden.
5. Dan Simmons:
Drood
Heyne, 976 Seiten, 24,95 Euro, übersetzt von Friedrich Mader
1865 überlebt Charles Dickens einen Zugunfall. Exakt fünf Jahre später ist er tot. Von dieser Zeit erzählt Simmons aus der Perspektive von Wilkie Collins, einem opiumsüchtigen Schriftsteller und Dickens-Freund. Genüsslich wird dabei das Machtgefüge zwischen dem Starautor und dem ehrfurchtsvollen, aber gleichzeitig neidischen Kollegen ausgelotet. Lektüre wie ein Scrabblespiel im Karussell: Nur langsam setzt sich die Geschichte zusammen, doch loslassen mag man keinesfalls.
6. Erich Kästner / Isabel Kreitz:
Pünktchen und Anton
Thienemann, 208 Seiten, 12,90 Euro, übersetzt von Eva Plorin, ab 12 Jahren
Kinderbuchklassiker in Comicform? Kann kolossal gut funktionieren! Mit satten Farben, Tempo, viel Atmosphäre und Humor illustriert die preisgekrönte Comiczeichnerin Kreitz die Abenteuer ihrer beiden Helden im nostalgischen Berlin der 30er-Jahre – und wandelt dabei stilecht auf den Spuren von Kästner-Illustrator Walter Trier. Frisch, frech und doch ganz Kästner!
7. Åke Edwardson:
Toter Mann
Ullstein, 539 Seiten, 19,95 Euro, übersetzt von Angelika Kutsch
Ein verlassenes Auto, ein randalierender Nachbar und Schüsse in der Nacht – in Göteborg braut sich was zusammen. Kommissar Winter sieht sich genötigt, die Bekanntschaft mit einem Berufsganoven aufzufrischen. Bald sind alle Beteiligten in den Fall eines jungen Mädchens verstrickt, das vor langer Zeit aus einem Ferienlager verschwand. Der vorletzte Band der Winter-Serie zieht alle Register.
8. Notker Wolf:
Wohin pilgern wir?
Rowohlt, 256 Seiten, 19,90 Euro
„Wenn man heute auf eine Pilgerfahrt geht, dann ist das Wandern eine besondere Erfahrung. Und auch die Menschen, die gar nicht religiös sind, erwarten von einer Pilgerreise irgendeine Art der religiösen Sinnfindung“, sagt Abtprimas Notker Wolf. Wolf ist das Oberhaupt des Benediktinerordens und schreibt in seiner Freizeit Bücher. Sein jüngstes Werk „Wohin pilgern wir?“ handelt von der Suche nach Gott und dem Wunsch der Menschen, zur Ruhe zu kommen.
9. Anthony McCarten:
Hand aufs Herz
Diogenes, 379 Minuten, 29,90 Euro, gelesen von Rufus Beck
Tom Shrift, Versager. Jess Podorowski, alleinerziehende Mutter. Matt, von Beruf Sohn, und 37 andere Menschen: Sie alle nehmen an einer Marketing-kampagne eines Londoner Autohauses teil. Wer am längsten die Hand auf ein Auto hält, darf es behalten. Doch keiner hat die Konsequenzen kommen sehen: Tod, Liebe, Terror, Leidenschaft. Eine tragisch-komische Geschichte über das Leben, bei der durch Rufus Becks Stimme Wörter zu Bildern werden.
10. Peter Scholl-Latour:
Die Angst des weißen Mannes
Propyläen, 464 Seiten, 24,90 Euro
Über 500 Jahre erweiterten die Völker Europas ihren weltweiten Einfluss durch koloniale Landnahme und Unterdrückung, durch Handel und durchaus gut gemeinte Missionierung. Doch bald schon nehmen Schwellenländer wie Indien, Brasilien und China das Zepter in die Hand, so Scholl-Latours Prophezeiung. Eine erfrischend schonungslose Analyse des umfassenden Verschwindens der Herrschaft des „weißen Mannes“.
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